Money Report Februar 2026

Money Report Februar 2026

Ehrlich, ich lache mich kaputt. Die Entwicklung meines Depots läuft exakt in die geplante Gegenrichtung. Im nächsten Jahr werde ich meine Ziele deshalb spiegelverkehrt setzen, dann passt es. Es war eindeutig ein anstrengender Monat für mich, Rauf und runter, geistig völlig ausgebrannt, körperlich zerstört und trotzdem saß ich an jedem aktiven Börsentag mehr oder weniger an den Charts. Mal genervt und mal entspannt. Tausendmal „nein“ gesagt und schon wieder mit neuen Perspektiven im Kopf. Nur zum Lesen kam ich kaum, da mein Brain einfach viel zu voll gewesen ist. Nun denn, auf in eine neue Runde mit dem Money Report Februar 2026.

Performance

Schon bitter aber dafür lehrreich:

Positionen

Viel raus und wenig rein:

Trading

Im Februar gab es kaum positive Erträge aus dem aktiven Trading. Zahlreiche Ersteinstiege musste ich im Verlust liquidieren. Zudem liefen nahezu alle Positionen in meinem Besitz weder in die Gewinnzone zum Verkauf noch in die Kaufzone zum Kauf. Selbiges galt für meine Hedge-Positionen. Jedoch konnte ich einige Positionen so hedgen, dass ich keine Verluste damit erlitt. Aktuell fehlt mir noch der Mut, die Hedges im Erfolgsfalle zu vergrößern und oft genug ließ der Markt es nicht zu, da die Kurse immer wieder drehten. Nicht einmal die Volatilität brachte nennenswertes Geld ein. Außerdem hatte ich einige Optionspositionen geschlossen, um die Auslastung der Margin weiter zu reduzieren. Also lief der Februar ziemlich mau:

  • Höchster Tagesgewinn: +106,01€
  • Niedrigster Tagesgewinn: +19,10€
  • Höchster Tagesverlust: -215,00€
  • Niedrigster Tagesverlust: -6,80€
  • Gesamter Gewinn auf Monatsbasis: 603,18€
  • Gesamter Verlust auf Monatsbasis: 382,60€
  • Realisierter Nettoverlust auf Monatsbasis: -0,00€
  • Realisierter Nettogewinn auf Monatsbasis: +220,50€
  • Realisierter Nettoverlust auf Jahresbasis: -0,00€
  • Realisierter Nettogewinn auf Jahresbasis: +1.152,98€

Dividenden

Dank dem ehrenamtlich und konstruktiv gestimmten Teil der Finanz-Community erfuhr ich, dass einige Werte aus UK [Handelsplatz = LSE] in Sachen Dividenden keine Quellensteuer für Ausländer erheben. Dem gehe ich derzeit nach und sofern sich das als korrekt herausstellen sollte, werde ich in Zukunft einige Dinge umstellen. Selbstverständlich habe ich da meinen CHF/JPY Carry-Trade im Visier.
Aktuell gab es zunächst einmal +482,24€, den Steuerteil habe ich wegen Überlänge erneut nur stark verkürzt angegeben:

Einsteigerdepot

Dividenden:

Performance:

Entnahmen

Pech des Monats

Ich kaufte erstmalig einen hochpreisigen Call. Mein Kandidat dafür ist NVO. Und was macht dieser Kurs am nächsten Tag? Genau, er stürzt einfach mal mehr als 15% ab. Krank, wie gut ich auch nach vier Jahren noch exakt zum ungünstigsten Zeitpunkt handeln kann. Der Fehler? Ich hatte nicht darauf geachtet, dass Earnings anstanden.
Damit nicht genug, denn wenige Tage später gab es dann nochmal richtig auf die Mütze, denn im Vergleich zum Konkurrenzprodukt mit 25,5% Wirksamkeit verfehlte deren CagriSema mit 23% Wirksamkeit sowohl die Erwartungen als auch die Produktüberlegenheit.
Auch sonst sind die Mitbewerber stark geworden und damit bleibt auch hier wieder mal eine Negativerfahrung an mir hängen. Eigentlich habe ich davon schon genug eingefahren. Zumindest dachte ich das. Und schon wieder durfte ich auf die emotionale Rutsche.

Allerdings sehe ich im Chart etwas, was ich zuvor noch nie gesehen habe. Es gibt ein stark erhöhtes Handelsvolumen bei gleichzeitig geringen Kursschwankungen. Ob das nun eine Akkumulationsphase darstellt? Auf X hatte ich diesen Post dafür abgesetzt:

Etwas deutlicher wird es vielleicht mit der Ansicht von Yahoo Finance, erkennbar an den grauen Balken:

Dazu das Statement der KI:

Dazu kommt, dass der aktuelle Wert der Aktie jetzt an oder unter dem Wiederbeschaffungswert liegt. Das kann ein Kaufsignal sein. Das ist natürlich nur eine These und keine Kaufempfehlung. Was wirklich passieren wird, sehen wir dann in den nächsten Monaten. In jedem Falle wird das Ergebnis einen erheblichen Einfluss auf meine Depotstruktur haben. Mehr dazu zu einem späteren Zeitpunkt.

Dieses Ereignis hatte mich einige Tage beschäftigt. Vor allem deshalb, weil es immer wieder vorkommt, dass ich Positionen wie diese halte, die ordentlich im Plus stehen. Dann denke ich, ich kann mich zurücklehnen und auf einmal passiert nachbörslich oder vorbörslich so ein Negativereignis. Allerdings konnte ich den möglichen Trendwechsel oder das nachlassende Momentum immer schon vorher erkennen. In Zukunft werde ich Kernpositionen also konsequent auf 5% reduzieren, wenn ich dieses Signal bekomme. Damit bin ich noch drin, wenn die Gewinnzone bleibt und habe weniger Buchverlust, wenn der Gegentrend einsetzt.

KI Abfrage des Monats

Ich wollte wissen, in welchen Ländern ich Aktien oder ETF kaufen kann, ohne bei den zugehörigen Dividenden Quellensteuer zahlen zu müssen:

Buch des Monats

More Money Than God – Mehr Geld als Gott.
Gelesen im englischen Original, für mich eine absolute Pflichtlektüre für alle, die über das ETF-Sparen hinaus wollen.

Begriff des Monats

Der Begriff des Monats lautet: Bandbreite. Die Bandbreite beschreibt, zwischen welchen Preisbereichen sich ein Aktienkurs bewegt. Aus dieser Bandbreite resultieren dann Strategien wie Bottom-Up und Top-Down. Also Long am Boden und Short am Top. Laut den Profis haben Kursverläufe immer die Tendenz, sich dem entsprechenden Mittelwert anzugleichen. Daraus ergibt sich jeweils ein Chancen-Risiko-Verhältnis. Warren Buffett hat beispielsweise sehr gerne den Bottom-Up Ansatz gewählt. Man muss dafür ja nur das Sitzfleisch haben, mit seinem Cash zu warten, bis der Markt in einer Krisensituation ausgeblutet ist.
Ich will dort auch hinkommen, versuche dafür jedoch zusätzlich mit Hedging [Leerverkauf oder Puts], Dividenden und Anleihen liquide zu bleiben.
Den Top-Down Ansatz bevorzugen dann die professionellen Shortseller. Das sind dann entweder Fundamentalisten oder Marktschreier mit entsprechendem Einfluss.

OXLC

Noch mehr Pech [Unerfahrenheit] hatte ich mit OXLC. Mein ursprünglicher Plan zur Reduktion der Position nach der monatlichen Dividendenzahlung hielt nicht stand. Denn der Laden hat die Dividende halbiert und der Kursverlauf verschlechterte meine Margin. Aus unternehmerischer Sicht ist die Kürzung der Dividende eine intelligente Sache, als Investor ein Negativsignal. Überrascht bin ich nicht und leicht genervt habe ich mich nach gründlicher Überlegung von der Position im Verlust getrennt. Ich werde den Wert jedoch noch traden, denn je nach Marktphase kann das Geschäftsmodell aufgehen. Aktuell sehe ich ihm jedoch beim Sterben zu.
Generell ist der Sektor aktuell aufgrund der Ausfallraten von Krediten stark gefährdet.
Die ca. 5.500€ Verlust rechne ich nicht zum Trading dazu, da ich die Position ewig halten wollte. Ich rechne sie aber am Jahresende selbstverständlich gegen, denn da zählt dann die Gesamtperformance.

Gurufocus

Statistisch gesehen kommt es oft vor, dass Aktien, welche aus einem Spin-Off resultieren, eine Zeit lang besser laufen, als der Index. Passend dazu hat Gurufocus eine entsprechende Liste:

Allerdings will der Anbieter für weitere Länder in dieser Auswahl jeweils die entsprechenden Länder mit zusätzlichen Abos vergoldet haben. Das sehe ich natürlich nicht ein und deshalb nutze ich diese kostenlose Alternative:

Mit MICC konnte ich da etwas Geld herausholen, allerdings ist der Wert danach ordentlich gefallen. Also wieder kein Buy & Hold.

QYLD / JEPQ Hedge

Es hat eine ganze Weile gedauert, aber jetzt habe ich meinen Hedge für den QYLD & JEPQ gefunden. Fällt der QYLD oder JEPQ, verkaufe ich den QQQ leer. Für QYLD gibt es zudem noch Put’s zu kaufen.

Brain

An den Tagen, an denen ich merkte, dass ich genervt war, konnte ich feststellen, dass ich gar nicht vom Markt genervt war, sondern von mir selbst, sprich von meinen Entscheidungen. Dieser Sache werde ich nun weiter untersuchen. Aber ich denke, die Richtung ist klar, ich muss weiterhin an meinen Entscheidungen arbeiten. Allerdings auf meine Art und Weise. Schließlich sollen sie zu mir passen und nicht zu Fritzchen Müller.
Weiterhin habe ich mir den gnadenlos ehrlichen Big-Five Test gegönnt. Eine dringende Empfehlung, auch wenn das wirklich bewegend sein kann, klar gesehen zu werden. Doch nur so finde ich passende Strategien für mich und meine Marktwerkzeuge.

Der Krümel vom Kuchen

Seit Wochen geht mir täglich die Erkenntnis durch den Kopf, dass ich derzeit mit anderen um die Krümel kämpfe, anstatt ein großes Stück vom Kuchen zu bekommen. Ich finde in dieser Marktphase jedoch keinen passenden Kuchen. Also bleibt mir nur, meinen Bestand an Cash weiter aufzustocken und in ruhigere Anlageklassen umzuschichten.
Jetzt muss ich aber wieder den Pool reinigen gehen, sonst baden wir bald im Schlamm!

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