Autismus Level 1

Autismus Level 1

Lange Zeit dachte ich, meine Eigenschaften wären irgendwie systembedingt und vorwiegend auf Traumata basierend. Vor ca. 3 Monaten merkte ich jedoch, dass es mir absolut nicht mehr möglich ist, mich an einen Tisch zu setzen, an dem Menschen sitzen und sich über Politik, Fußball, Stars oder sonstige mir uninteressant erscheinende Themen unterhalten. Das Ereignis hatte mich dermaßen verwirrt, dass ich keine Ruhe mehr fand und mich auf die Suche nach der Ursache machte. Vor wenigen Tagen erhielt ich dann die befreiend wirkende Diagnose: Autismus Level 1. Klingt nicht nur wie eine Krankheit, sondern wird in einem genormten System auch so eingeschätzt. Nun erfahre ich, dass nahezu alle meine Eigenschaften als Mensch eine ganz natürliche Ausprägung sind. Ich verstehe, warum ich immer wieder an meine Grenzen geriet, wodurch Depressionen entstanden sind und warum mein Alltag so ist, wie er ist. Kaum jemand schert sich um diese Erkenntnisse. Dennoch möchte ich dieses Wissen teilen, um Gleichgesinnten Mut zu machen und weltoffenen Menschen den Blickwinkel zu erweitern. Gleichzeitig benötige ich diesen Schritt, um die Besonderheit vollständig anzunehmen.
Damit nicht genug, gibt es aktuelle keine Webseite, die nicht politisch gefärbt daherkommt, ein Heilungsangebot macht oder diese Disposition als Krankheit ansieht. Also sehe ich mich veranlasst, hier ein Gegengewicht zu platzieren.

Definition

Level-1-Autismus [auch Autismus-Spektrum-Störung Level 1 genannt] ist die mildeste Form von Autismus gemäß DSM-5 [dem wichtigsten Diagnosehandbuch für Kliniken]. Diese Disposition wurde früher oft Asperger-Syndrom genannt. Offiziell wird sie als „erfordert Unterstützung“ [„requiring support“] beschrieben. Ohne geeignete Anpassungen oder Strategien treten deutliche Schwierigkeiten und Benachteiligungen auf. Das zeigt sich vor allem in der sozialen Kommunikation und in der Flexibilität. Die Person kann aber in vielen Lebensbereichen selbstständig funktionieren. Oft besitzen dieses Menschen eine durchschnittliche bis überdurchschnittlicher Intelligenz und gute sprachlichen Fähigkeiten.
Level-1-Autismus bedeutet im Kern: „Autismus, der subtil genug ist, um oft übersehen oder missverstanden zu werden, aber trotzdem sehr real und in den Bereichen Soziales und Flexibilität stark wirkt.“

Soziale Kommunikation & Interaktion

  • Schwierigkeiten, soziale Kontakte selbst zu initiieren [z. B. Gespräche beginnen, Gruppen beitreten, auf andere zugehen]
  • Atypische oder wenig erfolgreiche Reaktionen auf soziale Annäherungsversuche anderer [Gespräche wirken oft einseitig, verpassen soziale Signale oder kommen unbeholfen rüber]
  • Oft wirkt es, als ob wenig Interesse an sozialen Beziehungen besteht. Der Eindruck täuscht jedoch, denn solch ein Wunsch ist oft vorhanden, scheitert jedoch häufig an den besonderen Anforderungen.
  • Probleme beim Erkennen nonverbaler Signale [Körpersprache, Gesichtsausdrücke, Tonfall, Sarkasmus, implizite Bedeutungen], insbesondere dann, wenn sie mehrdeutig interpretierbar sind.
  • Wechselseitige Gespräche brechen häufig zusammen [z. B. langes Reden über ein Spezialinteresse oder die Unfähigkeit, uninteressante Themen zu beleuchten]

Verhaltensweisen

  • Intensive, fokussierte Interessen [oft „Spezialinteressen“ genannt], die ungewöhnlich tief oder eng gefasst sind
  • Inflexibilität und damit einhergehende starke Schwierigkeiten mit Veränderungen, Übergängen, unerwarteten Ereignissen oder dem Wechsel des Fokus weg von bevorzugten Tätigkeiten
  • Wiederholte Verhaltensweisen, Rituale oder starkes Bedürfnis nach Gleichförmigkeit, die in mindestens einem Lebensbereich [Schule, Arbeit, Zuhause] deutlich sichtbar werden.
  • Bei Routinenstörungen oder Aufforderung zum Themenwechsel oft starke Belastung, Angst oder Frustration.
  • Häufig sensorische Empfindlichkeiten [Über- oder Unterempfindlichkeit gegenüber Geräuschen, Licht, Texturen usw.]

Beispiele aus dem Alltag

  • Die Eigenleistung ist hervorragend, aber bei Gruppenarbeiten, Smalltalk oder dem Verstehen unbekannter Erwartungen entstehen Probleme.
  • Man kommt beruflich gut zurecht, aber Büropolitik, Networking oder ein lockeres Gespräch unter Kollegen kann ermüdend empfunden werden.
  • Kinder mit enorm tiefem Wissen über ein Thema [Züge, Geschichte, Programmieren usw.], die lieber darüber reden als über „typische“ Kinderthemen.
  • Tagsüber wird stark „maskiert“, aber am Abend kann Burnout, Frust, Depression oder Meltdown hervortreten.

Maskierung

Maskierung [auch Camouflaging oder soziale Tarnung genannt] ist eine der zentralen und am meisten belastenden Erfahrungen vieler Menschen mit Level-1-Autismus. Sie beschreibt die bewusste oder halb-bewusste Strategie, autistische Merkmale zu verbergen, um neurotypischen Erwartungen zu entsprechen, nicht aufzufallen, Ablehnung, Mobbing oder berufliche Nachteile zu vermeiden.
Viele maskieren so automatisch und seit der Kindheit, dass es sich wie ein zweiter Naturzustand anfühlt. Die ganze Aktion hält sich oft über Jahrzehnte, bis es plötzlich nicht mehr geht.

  • Gesicht & Körper: Forcierter Blickkontakt halten [obwohl es sich unangenehm anfühlt oder ablenkt], künstliches Lächeln/Lachen bei Witzen, die nicht verstanden oder als witzig empfunden werden,
  • Unterdrücken von Stimming [z. B. Hände reiben, schaukeln, mit Gegenständen spielen].
  • Kommunikation: Scripting [vorbereitete Sätze im Kopf durchgehen}, Smalltalk-Themen imitieren, eigene Spezialinteressen zurückhalten [kein „Infodumping“], Tonfall und Lautstärke anpassen, Sarkasmus vortäuschen oder ignorieren.
  • Soziales Verhalten: So tun, als wäre man an „normalen“ Themen interessiert [Mode, Klatsch, Sport], Pausen im Gespräch füllen, obwohl man lieber schweigen würde, Gruppen-Dynamiken nachahmen [Copy-Paste-Verhalten].
  • Innere Anpassung: Emotionen unterdrücken oder übertreiben [z. B. Übertreibung von Freude oder Empathie], sensorische Überlastung verbergen [keine Reaktion auf laute Geräusche zeigen, obwohl es quält].

Warum maskieren?

  • Frühe negative Erfahrungen [„Du bist komisch“, Mobbing, Ausgrenzung]
  • Hohe Intelligenz und ausgeprägte Sprachfähigkeit. Man kann sich anpassen und lernt schnell, dass das „besser ankommt“
  • Gesellschaftlicher Druck [besonders bei Frauen, die oft noch stärker maskieren und später diagnostiziert werden]
  • Berufliche Notwendigkeit [Bürojobs, Kundenkontakt, Vorstellungsgespräche]
  • Wunsch nach Zugehörigkeit und Angst vor Ablehnung

Autonomie

Ein zentraler Baustein, welcher von meinem Blog buchstäblich verkörpert wird, ist das nahezu vollständig selbstbestimmte Leben. Nun geht es um die Gründe dafür:
Familie, Arbeitgeber, Freunde und Gesellschaft erwarten dieselbe Intensität wie bei Neurotypischen. Volle Arbeitstage, spontane Pläne, laute Umgebungen, schnelle Veränderungen, Smalltalk ohne Ende. Ohne Selbstbestimmung ist man gezwungen, 24/7 in einer nicht passenden Welt zu leben. Maskieren wird zur Pflicht, genau das verbraucht die Energie, die man eigentlich zum Funktionieren braucht.
Ein selbstbestimmtes Leben dreht das um. Man gestaltet seine Tage nach einer realen Kapazität [vorhersehbare Routinen, sensorisch sichere Räume, eingebaute Pausen, Nein-Sagen ohne Schuldgefühle]. Das verhindert den schleichenden Overload, der in Burnout endet.

Autistische Gehirne brauchen oft Gleichmäßigkeit und wenig Überraschungen. Wenn das Leben extern gesteuert wird [chaotischer Chef-Plan, Freunde mit Last-Minute-Plänen, laute Umgebungen], steigt Angst, sensorische Belastung und Ausführungsblockade rapide. Selbstbestimmung bedeutet:

  • Auswahl passender Routinen, die zu einem passen [gleiche Mahlzeiten, feste Aufstehzeiten, ruhige Abende].
  • Auf sich abgestimmte Umgebung [leise Wohnung, Noise-Cancelling überall, keine Überraschungsbesuche].
  • Keine erzwungenen 8-Stunden-Meetings oder überfüllte Events, es sei denn, man entscheidet, dass es den Erholungsaufwand wert ist.

Das ist keine Starrheit um der Starrheit willen, sondern ein Puffer, damit das Nervensystem nicht ständig im Kampf-/Flucht-/Shutdown-Modus bleibt.

Monologe & Abneigung

Viele autistische Menschen [insbesondere Level 1 / hochfunktional] empfinden lange Monologe anderer als extrem unangenehm bis unerträglich. Das hat meist mehrere ineinandergreifende Gründe, die typisch für das autistische Gehirn sind:

Verarbeitungs-Overload:
Das Gehirn filtert auditorische und soziale Informationen oft schlechter als bei Neurotypischen. Ein langer Redefluss ohne Pausen erzeugt eine dauernde hohe kognitive Last [alles gleichzeitig decodieren: Inhalt + Tonfall + implizite Bedeutungen + nonverbale Signale]. Das führt zu schnellem Reizstau, innerer Anpassung und schließlich zu Fluchtimpuls oder Shutdown-Gefühl.

Fehlender Sinn:
Autistische Kommunikation ist meist inhaltsgetrieben: Man spricht, weil etwas gesagt werden soll/muss.
Bei vielen Neurotypischen-Monologen fühlt es sich an wie „Schall ohne Zweck“. Es wird einfach rausgelassen, ohne dass eine echte Frage, ein echter Austausch oder ein klares Ziel erkennbar ist.
Das löst oft eine Art „warum muss ich das jetzt ertragen?“-Frustration aus.
Das ist übrigens kein Mangel an Empathie von der eigenen Seite, sondern ein sehr typisches Mismatch zwischen autistischer und nicht autistischer Kommunikationslogik.

Saubere Karre

Autismus geht oft mit einem starken Bedürfnis nach Ordnung, Vorhersehbarkeit und Kontrolle über die Umgebung einher. Ein unordentliches oder schmutziges Auto kann visuell chaotisch wirken, sensorisch stören oder einfach mental belasten, weil es die gewünschte Struktur stört. Für manche autistische Menschen ist es eine Art, Sinnesüberlastung zu reduzieren, Angst zu senken und einen ruhigen, verlässlichen Raum zu schaffen. Häufige Erfahrungen in der Community: Manche halten das Zuhause manchmal chaotisch aus, aber das Auto muss absolut sauber sein, sonst fühlt es sich falsch an.
Reinigen und Ordnen bestimmter Dinge dient als beruhigende Routine oder sogar als besonderes Interesse.
Das Auto ist ein persönlicher, geschlossener Raum, in dem man viel Zeit verbringt. Deshalb treffen sensorische Reize (Krümel, Gerüche, Dreck, Texturen) dort besonders stark.
Oft kommt es vor, das man Ruhe beim Fahren braucht, um sicher und entspannt fahren zu können. Gespräche, Musik oder Essgeräusche können als extrem störend empfunden werden. Viele Autisten vermeiden deshalb das Autofahren mit fremden Personen, wenn sie selbst am Steuer sitzen.

Schmuck & Duft

Viele Menschen haben taktile sensorische Empfindlichkeiten, die eine Abneigung gegen das Tragen von Ringen und anderem Schmuck auslösen.
Ringe fühlen sich oft einengend, ablenkend oder irritierend am Finger an. Das liegt an der ständigen Wahrnehmung von Gewicht, Druck, Textur, Temperaturveränderungen oder Bewegungen. Das führt häufig dazu, dass Ringe immer wieder abgenommen oder komplett gemieden werden. Dies gilt sogar für Eheringe oder Verlobungsringe.
Silikonringe oder Fidget-/Spinner-Ringe werden manchmal deutlich besser toleriert und dienen als alternative Option. Viele Menschen mit Autismus Level 1 empfinden zudem sensorische Empfindlichkeiten oder Überlastung durch starkes Make-up oder Lippenstift bei anderen Personen.
Das umfasst Abneigung gegen starke Gerüche [Parfüm, Make-up-Düfte], visuelle oder texturale Aspekte von sichtbarem Make-up im Gesicht [z. B. dicke Foundation, die „zugekleistert“ oder unnatürlich wirkt] oder damit verbundene Gerüche, die Unbehagen, Angst oder sensorische Überlastung auslösen können. Geschäfte, die solch stark riechende Substanzen anbieten, werden lieber nicht betreten.

Verwechslungsgefahr mit HSP

Diesem Irrtum unterlag ich für mehrere Jahre, denn es gibt eine deutliche Verwechslungsgefahr zwischen Autismus Level 1 und HSP [Hochsensible Person]. Viele Menschen landen genau in diesem Graubereich und fragen sich jahrelang, was denn nun „eigentlich“ zutrifft. Hier die wichtigsten Gemeinsamkeiten und Unterschiede:

Gemeinsamkeiten:

  • Häufig introvertiert [nicht immer, aber sehr oft]
  • Sehr hohe sensorische Sensibilität [Lärm, Licht, Gerüche, Berührungen und Menschenmengen verursachen schnelle Überforderung und Shutdown-ähnliche Zustände]
  • Brauchen viel Rückzug / Alleinzeit zur Regulation
  • Tiefes Verarbeiten von Eindrücken [„alles geht tiefer rein“]
  • Starke emotionale Reaktionen auf Ungerechtigkeit, Gewalt, Leid anderer
  • Oft hohe Detailwahrnehmung und Schwierigkeiten mit Smalltalk / Oberflächlichkeit
  • Neigen zu Überreizung, diese führt zu Erschöpfung und Rückzug

Unterschiede:

Beziehungen & Verbindung:
HSP: „Ich brauche tiefe Gespräche und echte Nähe, ohne das fühle ich mich einsam.“
Autismus Level 1: „Soziales ist nett, aber oft anstrengend. Ich bin auch allein oder in kleinen Gruppen ganz okay.“
Andere verstehen:
HSP: Man merkt sofort, wenn jemand traurig ist, und weiß meist, wie man reagieren soll.
Autismus Level 1: Man fühlt mit (manchmal sogar sehr stark), aber man rätselt oft: „Was meint die Person wirklich?“, oder man findet nicht die passende Reaktion, z.B. das gegenüber in den Arm nehmen oder man ist sich unsicher, wie man am besten reagieren sollte.
Anpassen an andere:
HSP: Man passt sich oft natürlich an, auch wenn es einen auslaugt.
Autismus Level 1: Das Maskieren fühlt sich wie Schauspielern an und kostet brutal viel Kraft. Irgendwann geht es nicht mehr.
Struktur & Veränderung:
HSP: Routinen beruhigen, aber man kommt häufig gut zurecht, wenn etwas dazwischenkommt.
Autismus Level 1: Veränderungen fühlen sich wie ein Weltuntergang an und man braucht Vorhersehbarkeit, um ruhig zu bleiben.
Leidenschaften:
HSP: Man hat Hobbys, die einen begeistern, aber sie übernehmen nicht das ganze Leben.
Autismus Level 1: Manche Themen werden zur Obsession, man könnte stunden- oder tagelang darüber reden und lesen.

Ableismus

Ableismus ist Diskriminierung und Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen oder neurodivergenten Merkmalen. Neurotypische fühlen sich oft überlegen, weil:

  • Die Gesellschaft belohnt neurotypische Denk- und Verhaltensweisen [soziale Intuition, Small Talk, Blickkontakt, Flexibilität in Gruppen] als „normal“ und „erfolgreich“. Wer das kann, wird als kompetent, sympathisch und wertvoll wahrgenommen.
  • Abweichung davon wird als Defizit definiert [„unsozial“, „seltsam“, „nicht teamfähig“]. Das schafft eine Hierarchie: Neurotypisch = besser angepasst = höherwertig.
  • Viele neurotypische Menschen haben nie erlebt, dass ihre Art zu sein infrage gestellt wird, das Gefühl der Normalität wird zur stillen Überlegenheit.
  • Ableismus ist tief in der Kultur verankert: Filme, Witze, Sprache [„autistisch“ als Schimpfwort} verstärken, dass neurodivergente Merkmale minderwertig sind.
  • Psychologisch: Überlegenheit schützt das Ego. Wenn man akzeptiert, dass es viele valide Arten zu denken gibt, verliert man den Vorteil, den man durch „Normalität“ automatisch hat.

Mein Statement:

Meine Eigenschaften treffen weitestgehend, aber nicht vollständig zu und das ist auch ganz normal. Häufig gibt es zwar übereinstimmende Kernelemente unter Autisten, aber vieles ist breit gestreut oder einfach nicht vorhanden.
Ansonsten halte ich höflich gesagt überhaupt nichts davon, diese tolle Eigenschaft als Störung zu bezeichnen oder das irgendwie behandeln zu wollen. Ich bin dankbar, nicht mit dem Mainstream mitzulaufen und das Leben auf dieses Weise erfahren zu dürfen. Das Leben ist viel zu kurz, um sich von anderen Lebewesen vorschreiben zu lassen, wie man zu sein und wie man zu leben hat. Diskriminierung erlebe ich nicht oft, dafür jedoch die passive Vermeidung. Und ich stelle eindeutig fest: Je mehr man zu sich steht, desto stärker die passive oder aktive Zurückweisung. Recht häufig erlebte ich im beruflichen Umfeld, dass sich Menschen von meiner Gehirnleistung bedroht fühlten. Auch heutzutage stelle ich das gelegentlich noch fest.
Außerdem gibt es toxische Persönlichkeiten, die versuchen, diese Eigenschaften zu ihrem eigenen Vorteil zu missbrauchen. Deshalb möchte ich jedem, der Neurodivergent ist, Mut zusprechen und in aller Deutlichkeit sagen: Steh zu dir und lass dich auf deinem Weg nicht von dem ablenken, was die anderen sagen!

Abhilfe

Wer sich dennoch schlecht fühlt und sich als Autist der Mehrheit anschließen will, ohne aufzufallen, der kann sich einigen Jahren vermutlich „Medikamente“ nehmen, die die Sensorabteilung des Gehirns manipulieren. Das funktioniert laut einer Studie aktuell jedoch nur bei Mäusen.
Dazu sei aber angemerkt, was Menschen am Sterbebett unabhängig von der Kultur am meisten bereuen: „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben und nicht das Leben, das andere von mir erwartet haben.“

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