Designs auf Spreadshirt verkaufen
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Designs auf Spreadshirt verkaufen

Geld verdienen, ohne Chef, ohne lästige Kollegen und mit freier Zeiteinteilung von zu Hause? Um das zu erreichen, kannst du Designs auf Spreadshirt verkaufen. Spreadshirt ist einer von vielen POD Anbietern. POD steht für Print on Demand. Bei POD benötigst du lediglich einen Computer, eine Software zum Erstellen von PNG Grafiken und Kreativität.

Mein Start im POD Geschäft

Inspiration verschaffte mir wie so oft Zensurtube. Ein Video über den Einstieg in das POD Geschäft löste in mir die von Scannern so begehrte Begeisterung für neue Abenteuer aus. Die darauf folgende Nacht war mein Gehirn mit dem Erstellen von Designs beschäftigt. Ich installierte mir GIMP und legte los. Die Lernphase dauerte ca. 3 Monate. Unzählige Videos, Anleitungen und Fehlversuche pflasterten meinen Weg.

Erste Erfolge nach zwei Monaten

Anfangs verkaufte ich erst einmal nichts. Wie ein Irrer erstellte ich Shirts und Designs. Ca. 10 pro Tag und lud diese auf die Plattform hoch. Parallel legte ich mir Accounts auf Redbubble und Merch by Amazon an. Ca. 2 Monate später entdeckte ich eher zufällig den ersten Verkauf auf Spreadshirt. Ich gebe zu, dies war ein erhebender Moment. Bestätigt im eigenen Handeln, Erfolgserlebnis und Erleichterung, also alles in einem. Endorphine pur.

Die Realität kam zurück

Anfangs wurden schon einmal Designs abgelehnt. Dies führte zu Beginn zu Unverständnis und Frust. Ich lernte jedoch, damit umzugehen. Beschäftigte mich mit Wortmarken, übte mit Vektorgrafiken und stellte mich auf Fehlversuche ein. Mit der Zeit gelang es mir immer besser, mit den einzelnen Plattformen umzugehen. Ungefähr 6 Monate später wurden die Aktivitäten zu Routine. Ich musste jedoch feststellen, dass inzwischen tausende andere ebenfalls das Video gesehen hatten und daraufhin ihr Glück im POD versuchten. Damit war die Zeit des einfachen Geldverdienens vorbei. Ich bin jetzt einer von sehr vielen und im Grunde nicht mehr konkurrenzfähig.

Zurück in der Gegenwart

Mittlerweile sind über zwei Jahre vergangen. Ich habe mich bei Merch by Amazon zurückgezogen, bei Redbubble habe ich seit über einem Jahr nichts mehr hochgeladen. Lediglich für Spreadshirt fertige ich in Zeiten mit geringen Aufträgen in meinem Kerngeschäft noch Designs. Die erstellten Designs werden dann von mir gesammelt. Ich achte darauf, mindestens ein Design pro Woche hochzuladen, damit mein Konto von den Algorithmen noch als aktiv eingestuft wird.
Derzeit habe ich regelmäßige monatliche Einnahmen in Höhe von ca. 100€. Zum Weihnachtsgeschäft ist es ungefähr das Doppelte. Dieses Geld fließt regelmäßig in meine P2P Investitionen.

POD Statistik

Ich zeige dir meine Statistik über die Verkäufe in den Jahren 2018 und 2019, damit du dir selbst ein Bild davon machen kannst. Vielleicht hilft dir das in deiner Überlegung, auch Designs auf Spreadshirt zu verkaufen.

Blick in die Zukunft

Ich werde langfristig bei Spreadshirt bleiben und weiter Designs hochladen. Da Scanner leicht das Interesse an Dingen verlieren, sobald klar ist, wie der Hase läuft, werde ich das Thema jedoch nicht mehr stark verfolgen. Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Ertrag. Mir geht es eher um das Gefühl. Das Gefühl, zu wissen, dass von mir erstellte Designs anderen so gut gefallen, dass diese dazu bereit sind, Geld dafür zu bezahlen. Es geht also um das Gefühl, gebraucht zu werden.

Nachtrag April 2024

Ich habe mich dazu entschieden, meinen Account auf Spreadshirt aufzulösen. Dazu gibt es zwei Gründe:
Spreadshirt behandelt seine „Partner“ nicht als Partner, schon gar nicht auf Augenhöhe. Weiterhin passt die politisch motivierte Ausrichtung des Unternehmens nicht mehr zu meinem Wertesystem.

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