Aktienauswahl - Meine Strategie

Aktienauswahl – Meine Strategie

Vermutlich kennst du das Problem. Der Welt ETF ist sicher aber total langweilig. Man möchte ein Unternehmen finden, das vor dem Kauf der Aktie unterm Radar schwebt und nach dem Kauf in eine Phase der Euphorie eintritt. Schwindelerregende Kursnotierungen bestätigen das Super-Ich und das nächste Problem wird das Ausgeben der gewonnenen Millionen sein. Ich selber habe das noch nicht geschafft, aber trotzdem zeige ich heute meine Strategie bei der Aktienauswahl.

Entwarnung

Ich halte mich weder für einen klugen Investor, noch sehe ich mich auf der Seite derjenigen, die dauerhaft den Index schlagen. Dennoch ist es einfach total spannend, wirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen, Unternehmen zu analysieren und als Belohnung im Swingtrading oder mit der Long Strategie Gewinne einzufahren.

Aktienauswahl

Zunächst geht es zu wie im Sandkasten. Grobe Filterung, feine Filterung. Ich schaue mir Finanznachrichten, Blogs oder Positionen von erfolgreichen Fonds an. Sobald ein Unternehmen in mir ein grundsätzliches Interesse weckt, beleuchte ich die Firma. Hier helfen mir die Webseiten der Unternehmen, Finanzportale und eigene Erfahrungen. Verstehe ich grob das Geschäftsmodell, geht es in den Feinfilter.

Feinfilter

Der Feinfilter bearbeitet folgende Kriterien:

  • Verstehe ich das Unternehmen, die Dienstleistung oder das Produkt
  • Halte ich das Produkt oder die Dienstleistung für gut
  • Weckt das Produkt oder die Dienstleistung positive Emotionen in mir
  • Hat das Unternehmen Wachstumserfolge vorzuweisen
  • Wird das Unternehmen in 10 Jahren weiterhin erfolgreich sein
  • Gibt es eine Dividende
  • Gibt es eine Popularität für das Unternehmen
  • Sind die Kennzahlen nachvollziehbar

Priorität und Emotionen

Die o.g Punkte gewichte ich unterschiedlich. Mein Fokus liegt derzeit klar auf den Emotionen. Im Klartext bedeutet das folgendes: Kann das Unternehmen bei seinen Kunden einen Hype auslösen? Kann dieses Gefühl immer wieder neu erzeugt werden? TESLA ist zum Beispiel so ein Unternehmen. Die Zahlen passen nicht zur Bewertung. Dennoch schlägt der Kurs der Aktie immer wieder neue Rekorde. Ein anderes Beispiel ist APPLE. Ein populäres Unternehmen mit Produkten mit Log-In Effekt. Einmal den Kosmos betreten, werden gerne weitere Produkte gekauft. Entweder mangels Alternativen oder aus Begeisterung.

Alternativen

Gelegentlich suche ich mir auch Unternehmen aus, die weniger starke Emotionen wecken, dafür jedoch ein solides Fundament aufweisen. REIT’s sind hier ein Paradebeispiel. Langweilig aber stabil. Performance erwarte ich bei solchen Unternehmen aber nur bei Rücksetzern. Bei diesem Auswahlverfahren sind Kennzahlen wichtig.

Kennzahlen und Herdentrieb

Ich bin zwar ein Freund von Zahlen, aber Kennzahlen beachte ich nur minimal. Ich vermute, die meisten Investoren und Investorinnen achten heutzutage eher auf Vorbilder und deren Kaufverhalten. Der Herdentrieb interessiert sich jedoch kaum für Kennzahlen. Dieses Verhalten brachte mich übrigens auf eine neue Strategie. Sobald ich diese ausgetestet habe, werde ich davon berichten.

Dividendenstrategie oder Wachstumsstrategie

Die Dividendenstrategie ist weit verbreitet. Ich musste jedoch feststellen, dass dieses Modell nicht zu mir passt. Deshalb spielen solche Werte eine immer kleinere Rolle in meinen Investitionen. Häufig kann man sich bei einem breit aufgestellten Portfolio auf seine monatlichen Dividenden verlassen. Wenn ich aber sehe, dass bei gut gelaufenen Werten der Tagesgewinn höher ist als die monatliche Ausschüttung, suche ich lieber nach Wachstumswerten.

Mama, bin ich anders?

Meine Strategie bei der Aktienauswahl weicht vermutlich vom Standard ab. Ich finde das aber nicht verwunderlich. Schließlich weiche ich selbst ja auch vom Standard ab. Hauptsache beim Investieren ist, herauszufinden, welcher Typ man selbst ist. Dann gilt es, seine Stärken zu vertiefen. Ich selber fühle mich im Long Bereich sehr wohl. Ab und an einige Swing Trades und meine Welt ist in Ordnung.

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